Die Chronik

Der traditionsreiche Sportverein „Erfa 09“ Gymnich, der älteste Fußballverein der Stadt Erftstadt, wurde am Samstag, dem 21. August 1909, von dreizehn sportbegeisterten Männern im nicht mehr existierenden Gasthaus Heydt gegründet. Namentlich waren dies:
Fritz Alef, Franz Erkelenz, Heinrich Erkelenz, Nikolaus Erkelenz, Johann Gottschalk, Clemens Kreuder, Reiner Krings, Josef Meurer, Peter Müller, Heinrich Reimer, Johann Wildenburg, Michael Wildenburg und Johann Zervos, der als letzter der Gründer 1979 verstarb.

 

 

Gründungswimpel SV Erfa 09 Gymnich e.V.

 

 

Dem neu gegründeten Verein gab man den Namen „Erfa“, der seinen Ursprung im benachbarten Flusslauf der Erft mit seinen Wiesen, den sogenannten Erft-Auen, hatte. Gleichzeitig sollte diese Vereinsbezeichnung ein Symbol für echte Kameradschaft sowie ein anspornender Schlachtruf bei sportlichen Wettkämpfen sein.
Zu Beginn beschränkten sich die sportlichen Aktivitäten auf Freiübungen und das damals beliebte Schleuderballspiel. Nach dem ersten Weltkrieg der Spielbetrieb ruhte in dieser Zeit wurde Fußball sehr schnell die Hauptsportart des wachsenden Vereins.

 

 

Die Schleuderballriege der Erfa von 1912 Von Links: Johann Zervos, unbekannt, Hermann Bungarten, unbekannt, Willi Wildenburg

 

 

Nachdem man jahrelang auf einer Wiese gespielt hatte, wurde der Erfa 1937 durch die Gemeinde Gymnich ein Sportplatz zur Verfügung gestellt. Trotz der Wirren des zweiten Weltkrieges ruhte der Spielbetrieb in den Jahren 1939-45 nicht. In der Spielzeit 1947/48 errang die Erfa die Kreismeisterschaft. Sie wurde damals von Hennes Weisweiler trainiert, dem Mann, der später als Fußballtrainer zu Weltruhm gelangte.

 

 

1. Kreismeistermannschaft 1947/48 Von links: Betreuer Toni Schwegeler, Hermann Kozeluha, Paul Walbeck, Mathias Gottschalk, Otto Müller, Jakob Franken, Hanni Fischer (TW), Willi Schneider, Kaspar Schumacher, Gerhard Mermagen, Heinz Wagner, Heinz Esser

 

 

Nach Abschluss der Saison 1954/55 gelang der Erfa erneut der Gewinn der Kreismeisterschaft. Danach konnte sich die 1. Mannschaft des Vereins, aufbauend auf einer guten Jugendarbeit, acht Jahre lang in der Bezirksliga behaupten.
Ein weiteres wichtiges Datum in der Vereinsgeschichte ist die Einweihung des neuen Aschenplatzes 1962. Leider erfolgte im Jahr darauf der Abstieg in die 1. Kreisklasse. Es dauerte bis zum Jahr 1970, in dem erneut die Kreismeisterschaft und der Aufstieg in die Bezirksliga errungen wurden. Der Bau der Turnhalle Ende der 60er Jahre verbesserte die Trainingsbedingungen erheblich. Neue Gruppen entstanden: Gymnastik, Kinderturnen, Freizeitsport und Volleyball wurden blühende und rasch wachsende Abteilungen des Vereins, wodurch sich auch viele weibliche Mitglieder dem Verein anschlossen.
Ein weiterer Meilenstein und zugleich der Höhepunkt der Vereinsgeschichte ist der Bau des vereinseigenen Clubheims 1981/82, ein alter Traum des Vereins, dessen Erfüllung nur möglich wurde durch die uneigennützige und tatkräftige Mithilfe vieler Mitglieder und Gönner der Erfa. Kurz darauf wurde der Sportplatz einer gründlichen Instandsetzung unterzogen, indem er mit einer hervorragenden Drainage und einer für diese Spielklasse beispiellosen Flutlichtanlage ausgestattet wurde.

Von 1974 bis 1987 spielte die 1. Mannschaft in der Kreisliga A Euskirchen bis die Erfa 1987 wieder Kreismeister wurde und zum 4. Mal in die Bezirksliga aufstieg. Im 2. Jahr der Bezirksligazugehörigkeit wäre fast der Sprung in die Landesliga gelungen, doch am Ende musste sich die Erfa mit Platz 2 zufrieden geben. Nach sechs Jahren Bezirksliga folgten ab 1993 sechs Jahre Kreisliga A mit zweimaliger Vizemeisterschaft und Aufstiegsrelegation 1997 und 1998 und der Kreismeisterschaft 1999 mit einem überwältigendem Punktevorsprung von 18 Punkten und dem sechsten Wiederaufstieg in die Bezirksliga.
Der weitere Ausbau des Clubheims in den 90er Jahren durch den Anbau des „Erfa.Stüvvche“ und die Überdachung der großen Terrasse führten zum veränderten Aussehen des Clubheims. Das sportliche und gesellige Angebot des Vereins an seine Mitglieder konnte durch diese Maßnahmen entscheidend erweitert und die Attraktivität gesteigert werden. Das Clubheim kann von seinen Mitgliedern und Fremden auch für private Feiern gemietet werden.
Im Rahmen der Strukturreform des Fußballverbandes Mittelrhein hat sich der SV Erfa 09 Gymnich dazu entschlossen, sich aufgrund der seit langem bestehenden kommunalen Zugehörigkeit zum Erftkreis ab der Saison 2001/2002 dem Fußballkreis Erft anzuschließen. Am Ende der Saison 2003/2004 stieg die Erfa durch die Zusammenlegung der 3 Kreisligen A zu einer einzigen Kreisliga A Rhein-Erft unglücklich in die Kreisliga B ab. Allerdings gelang der sofortige Wideraufstieg in souveräner Manier. Seitdem hat sich die Mannschaft im oberen Drittel der Kreisliga A Rhein-Erft etabliert.